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Sieger in Phase I bei futureSAX 2010

SAXEED–betreute Teams erobern den 1. und 2. Platz
des Businessplan-Wettbewerbs

Innovation, unternehmerische Kreativität und ein hohes wirtschaftliches Entwicklungspotential sind die entscheidenden Kriterien, um die Juroren des landesweiten Businessplan-Wettbewerb futureSAX zu überzeugen. Die Preisverleihung für die Sieger der ersten Wettbewerbsphase des futureSAX 2010 fand am 20. Januar in Chemnitz statt. In der Kategorie Technologie belegten durch SAXEED betreute Teams die Plätze eins und zwei.

 

 


futureSAX startete im Jahr 2002 unter Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft und Arbeit erstmals als branchenoffener Businessplan-Wettbewerb – dieser ist mit insgesamt 68.000 Euro dotiert. In der diesjährigen "Phase 1" des Wettbewerbes sind 106 Gründerteams in insgesamt vier Kategorien an den Start gegangen.

In der Kategorie Technologie überzeugte die Jury am stärksten das Team Fiber-Check aus Chemnitz. Die junge Forschergruppe entwickelte an den Professuren Mikrosystem- und Gerätetechnik, Schaltkreis- und Systementwurf sowie Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz neuartige und kostengünstige Sensorsysteme zur Überwachung von hoch belasteten Rotorblättern an Windkraftanlagen.

Mit den steigenden Anforderungen an Effizienz und Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen nehmen Fläche und Länge von Rotorblättern zu, aktuelle Modelle messen mehr als 60 Meter und wiegen 15 Tonnen. Auf die Bauteile aus Faserkunststoffverbunden wirken permanent hohe Windlasten und Rotationskräfte, die das Material stark beanspruchen. Dies kann zu Schäden im Rotorblatt führen, deren Reparatur sehr aufwändig ist. Dabei ist die Wartung und Reparatur in 100 Meter Höhe bei schlechten Wetterverhältnissen teilweise nicht möglich, was eine Verlängerung von Stillstandszeiten und hohe Ertragsausfälle mit sich führt; bei Offshore-Anlagen auf hoher See ist diese Problematik besonders relevant. Das neuartige Sensorsystem "Fiber-Check" stellt eine kostengünstige und einfache Lösung dar: Es überwacht das Rotorblatt auf Schäden in der Materialstruktur in Echtzeit und erkennt diese bereits in ihrer Entstehung. Durch die permanente Kontrolle der Bauteilstruktur und die Fernübermittlung der daraus gewonnenen Daten können Wartungsfirmen frühzeitig reagieren und gemessene Schäden frühzeitig reparieren, bevor eine größere Störung an der Windkraftanlage auftritt.

"Auf dem Markt ist derzeit kein vergleichbares Überwachungssystem verfügbar", sagt Tobias Meyhöfer, Projektleiter Fiber-Check. Der erste Prototyp wird noch dieses Jahr entwickelt. Mit Unterstützung des Gründernetzwerks SAXEED wird eine Ausgründung für das Jahr 2011 vorbereitet.

Der zweite Preis in der Kategorie Technologie ging an das Team TecGla um Dr. Holger Dastis, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Freiberger Institut für Glas- und Emailtechnik. "Ein Unternehmen für pharmazeutische Glasprodukte aus der TU Bergakademie heraus zu gründen, ist das Ziel unseres Forscherteams", erläutert Dr. Holger Dastis von TecGla. "Mithilfe moderner Lasertechnik und einem hochinnovativen Veredelungsverfahren wollen wir splitterfreie und hochfeste Glasrohrabschnitte herstellen. Diese Teile können beispielsweise in Spritzen zum Einsatz kommen und die Patientensicherheit massiv erhöhen."

Bei der Produktion der Gläser setzt das Forscherteam ein patentiertes Verfahren ein, bei dem die Glasoberfläche mit einer Barriereschicht versiegelt wird. "Für Arzneimittelhersteller bietet dieser Schutz enorme Vorteile", erklärt Dr. Dastis. "Die Versiegelung verhindert, dass Medikamente mit der Glasoberfläche reagieren oder sich zersetzen." Dadurch können die Arzneien beispielsweise länger gelagert werden. Der Einsatz der Lasertechnik bei der Herstellung garantiert zudem splitterfreie und hochfeste Glasrohrabschnitte.

Das Team TecGla besteht derzeit aus drei Mitarbeitern und wird aktuell über das Bundesprogramm EXIST-Forschungstransfer gefördert. Starten soll das Spin off im zweiten Quartal 2010, als Unternehmenssitz ist Freiberg vorgesehen.

Im Rahmen der Gründungsvorbereitung wird das Team dabei intensiv durch das Gründernetzwerk SAXEED betreut. "Neben zahlreichen interessanten Workshops und Seminaren haben wir unser Projekt durch intensive Beratungsgespräche und eine gemeinsam betreute Fallstudie gut voranbringen können", lobt der Wissenschaftler die Unterstützung.

 

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